Lichterführung und Signalkörper von manövrierunfähigen Fahrzeugen
Zur Erinnerung: Manövierunfähigkeit bezeichnet einen Zustand, in dem ein Fahrzeug aufgrund außergewöhnlicher Umstände nicht in der Lage ist, wie vorgeschrieben auszuweichen. (SR 8) Also müssen die anderen ausweichen. Damit die Manövrierunfähigkeit von anderen Fahrzeugen aus gut erkannt werden kann, kennzeichnet sich das manövrierunfähige Fahrzeug entsprechend.
Bei Tage zeigt es 2 schwarze Bälle übereinander. (SR 15)
In der Nacht führt es 2 rote Rundumlichter übereinander. (SR 22) Hier gibt es eine Besonderheit zu beachten: Falls das Fahrzeug trotz Manövrierunfähigkeit Fahrt durchs Wasser macht, zeigt es die Seitenlichter und ein Hecklicht, aber KEIN Topplicht. (SR 23)
Quelle: https://www.elwis.de/
Quelle: https://www.elwis.de/
Übrigens: “Fahrzeuge von weniger als 12 Meter Länge, mit Ausnahme solcher Fahrzeuge, die Taucherarbeiten durchführen, brauchen die in dieser Regel vorgeschriebenen Lichter und Signalkörper nicht zu führen”, laut KVR. (SR 12) Da lohnt es sich also beim Chartern genau in die Unterlagen zu schauen, damit ihr wisst, wie lang euer Boot genau ist. 12 m wären 39,3 Fuß. Wenn euer Boot länger ist, sollten also diese Signalkörper und Lichter an Bord sein.
Und noch ein abschließender Hinweis. Die Lichter und Signalkörper für Manövrierunfähigkeit sind keine Notsignale gemäß KVR. Das heißt, ihr braucht einem Fahrzeug, dass sich als manövrierunfähig kennzeichnet, nicht zu Hilfe eilen. Ebensowenig solltet ihr selbst diese Signale einsetzen, wenn ihr Hilfe braucht. Dafür gibt es genug andere Möglichkeiten, die ich an anderer Stelle erkläre.
Als nächstes schauen wir uns die Lichterführung von manövrierbehinderten Fahrzeugen an.
Lernkontrolle
Die Fragen, hinter denen ein Kürzel in Klammern steht, sind offizielle Prüfungsfragen.
Was ist ein "manövrierunfähiges Fahrzeug"? (SR 8)
Manövrierunfähig ist ein Fahrzeug, das wegen außergewöhnlicher Umstände (z. B. Ruderbruch) nicht regelgerecht manövrieren und daher einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann.
Wie sind manövrierbehinderte und manövrierunfähige Fahrzeuge am Tage bezeichnet? (SR 15)
Manövrierbehinderte Fahrzeuge:
Ball-Rhombus-Ball senkrecht übereinander.
Manövrierunfähige Fahrzeuge:
zwei schwarze Bälle senkrecht übereinander.
Sie sehen nachts auf See 2 rote Lichter senkrecht übereinander. Worum handelt es sich? (SR 22)
Um ein manövrierunfähiges Fahrzeug in Fahrt ohne Fahrt durchs Wasser.
Ab welcher Länge müssen Sportfahrzeuge mit den Lichtern/Signalkörpern ausgerüstet sein, die bei Manövrierunfähigkeit zu setzen sind? (SR 12)
Fahrzeuge ab 12 m Länge.

