Lichterführung und Signalkörper von tiefgangbehinderten Fahrzeugen
Zur Erinnerung: Tiefgangbehinderte Fahrzeuge sind auf die Fahrrinne angewiesen und können nur dort sicher fahren. Dazu steht in den KVR: “Ein tiefgangbehindertes Fahrzeug darf zusätzlich zu den […] für Maschinenfahrzeuge vorgeschriebenen Lichtern drei rote Rundumlichter senkrecht übereinander oder einen Zylinder dort führen, wo sie am besten gesehen werden können.” Wohlgemerkt “darf”, es muss also nicht.
Quelle: https://www.elwis.de/
Quelle: https://www.elwis.de/
Tiefgangbehinderung ist der Manövrierunfähigkeit oder der Manövrierbehinderung NICHT gleichgestellt. Tiefgangbehinderte Fahrzeuge müssen unter Berücksichtigung ihres besonderen Zustands mit besonderer Vorsicht navigieren. Jedes Fahrzeug mit Ausnahme eines manövrierunfähigen oder manövrierbehinderten muss vermeiden, die sichere Durchfahrt eines tiefgangbehinderten Fahrzeugs zu behindern. (SR 45)
Als nächstes schauen wir uns die Lichterführung von Lotsen an.
Lernkontrolle
Die Fragen, hinter denen ein Kürzel in Klammern steht, sind offizielle Prüfungsfragen.
1. Wie muss sich ein Sportfahrzeug gegenüber einem tiefgangbehinderten Fahrzeug verhalten? 2. Schlagen Sie entsprechende Maßnahmen/Manöver vor. (SR 45)
Das Sportfahrzeug muss vermeiden, die sichere Durchfahrt eines tiefgangbehinderten Fahrzeugs zu behindern.
Dieses kann durch eine frühzeitige Kursänderung, Geschwindigkeitsänderung oder beides geschehen.

